Adventgemeinde Bonn-Zentrum
Adventgemeinde Bonn-Zentrum
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

KINDERSINGWOCHE 2008

Kindermusical „Ich bin bei Euch"

Zwar nicht zu Ostern, sondern eine Woche später, am Sabbat, den 29.03.2008 wurde im Rahmen des Gottesdienstes das Kinder-Mini-Musical „Ich bin bei euch" in der Gemeinde Bonn - Maarflach, aufgeführt. Unter dem Motto: „Lebenswert" veranstaltete die Gemeinde Bonn-Beuel zum zweiten Mal ein Ferien-Musicalprojekt. Innerhalb der Osterferien vom 25. - 28. März, wurde Kindern im Alter von 7 - 14 Jahren die Möglichkeit gegeben das Kinder-Mini-Musical „Ich bin bei euch" mit einzuüben. In Workshops wurden die Kostüme und die Dekorationen gemeinsam unter der fachkundigen Leitung von Walentina Niesen angefertigt. Da jedes teilnehmende Kind vorab eine CD mit den Liedern erhielt, konnten sie diese vorab auch zu Hause schon lernen. Die musikalische Leitung hatte Karin Klammer. Sie sorgte dafür, dass die Sololieder, der Musicalchor und die Einübung der kleinen Theaterszenen gelangen. Begleitet wurden die jungen Sängerinnen und Sänger am Klavier von Annett Jelinek. Man traf sich von Dienstag bis Freitag jeweils von 8 - 17 Uhr. In der Zeit von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr wurde geprobt. Die Zeit vor und nach den Proben wurde mit Sport, Spiel und Basteln mit Walentina Niesen, einer gelernten Kindergärtnerin, genossen. Das Getränke und Snacks zwischendurch und auch ein leckeres Mittagessen zu Verfügung standen, ist weiteren Gemeindegliedern aus Bonn-Beuel und Bonn-Maarflach zu verdanken. Nach gelungener Generalprobe am Freitag waren alle auf den Sabbat gespannt.
Der Gottesdienst wurde eingeleitet mit dem Lied Nr. 1 „Kommt, stimmt doch mit uns ein und lasst uns fröhlich sein, denn Gott der Herr hat uns befreit". Im Vorwort des Kinder-Mini-Musical „Ich bin bei euch", heißt es: Weihnachten - da weiß wohl jeder, worum‘s geht. Überall sieht man in der Adventszeit den Stall von Bethlehem mit dem Jesuskind, Maria und Joseph, den Hirten, den Tieren und der drei Königen. Aber was sieht man Ostern? Richtig - jede Menge Osterhasen. Obwohl die meisten wissen sollten, dass wir Ostern feiern, weil Jesus auferstanden ist. Also müsste man sich doch über Ostern ein leeres Grab ins Zimmer stellen! Wäre eigentlich logisch - aber doch irgendwie komisch, oder?
Und trotzdem ist das leere Grab viel wichtiger als die Krippe von Bethlehem! Ihr kennt doch sicher den Apostel Paulus. Der hat mal gesagt: „Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, könnten wir den ganzen christlichen Glauben glatt vergessen." Dann wäre nämlich auch für uns mit dem Tod alles vorbei. Aber das ist seit Ostern nicht mehr so! Jesus hat sogar gesagt, dass er uns nie allein lassen wird und dass er immer bei uns ist.
Aber was haben die Menschen, die damals vor fast zweitausend Jahren erlebt haben, wie man ihn gekreuzigt und beerdigt hat, wohl gedacht? Denn zuerst sah es ja gar nicht so gut aus. Alles war vorbei, alle Hoffnungen zerstört.
Genau darum geht es in unserem kleinen Musical. Und wie dann auf einmal am Ostermorgen die wichtigste Nachricht kam, die je berichtet wurde: Jesus lebt!
In der ersten Szene sangen die Kinder als Jünger verkleidet:: „Aus, aus, alles ist aus. Freunde kommt wir gehen nach Haus! Verurteilt und gekreuzigt! Warum ist das geschehn? Wie soll denn unser Leben ohne ihn weitergehn?" In der zweiten Szene singt Maria: „Er war mein Sohn, ich hab ihn geliebt. Ob Gott seinen Mördern vergibt? Jetzt ist er tot, ich fühle den Schmerz, als ging mir ein Messer durchs Herz." Johannes tröstet sie in dem er singt: „Ich tröste dich, ich laß dich nicht allein. Will wie ein Sohn an deiner Seite sein." In der dritten Szene sah man das Grab und die Soldaten, die sangen: „Zu dumm, zu dumm, zu dumm, zu dumm, wie kriegen wir die lange, kalte Nacht bloß rum? Ihr Götter, helft, das grelle Licht! Ich seh nichts mehr, die Helligkeit ertrag ich nicht!" Dann ist das Grab leer und Maria Magdalena begegnet dem Engel: „Das Grab ist leer! Was ist geschehn? Ich fürchte mich, kann‘s nicht verstehn." Der Engel: „Im Innern strahlt ein helles Licht! Hineinzugehn, das wag ich nicht." Im Refrain singt Maria Magdalena: „Er war doch tot, ich hab es selbst gesehn! Ließ Gott vielleicht ein Wunder hier geschehn?" Zuletzt sangen alle Kinder: „Den Ostertag zu feiern sind wir heute da! Wir feiern Auferstehung, Halleluja! Finsternis weicht, vom Licht vertrieben. Jesus ist nicht im Tod geblieben! Was er versprach, ist heute geschehen. Wer an ihn glaubt, wird den Himmel sehen. Jesus ist Herr! Der Tod verloren. Wer daran glaubt, wird neu geboren. Gott ist versöhnt, er hat uns vergeben! Weil Jesus starb, schenkt er uns das Leben. Halleluja, Halleluja!"
Nach dieser beeindruckenden und zu Herzen gehenden Aufführung hielt Rita Pütz, die Frauenbeauftragte des Norddeutschen Verbandes, aus der Gemeinde Bad Honnef, eine kurze Predigt. Sie sagte: Wenn die Kinder nicht das Musical aufgeführt hätten, wer würde dann jetzt, eine Woche später, noch an Ostern denken? Vom Allgemeinen ging sie mit prägnanten Worten auf Ostern ein, das ja durch die Karwoche eher bedrückend als erfreulich ist. Gründonnerstag mit dem letzten Abendmahl Jesu und seinen Jüngern und Karfreitag mit dem Sterben Jesu am Kreuz. Die Kinder hatten in ihrem ersten Lied gesungen: „Aus, aus, alles ist aus." Ist das wirklich so? Ist mit dem Tod Jesu am Kreuz alles aus? Viele Künstler haben Jesus am Kreuz gemalt, in Deutschland, Frankreich, Italien und auch in England. Dann erzählte sie eine Geschichte, die das Ostergeschehen für uns als Christen nicht besser verdeutlichen kann.
Ein vornehm gekleideter Mann stand vor dem Schaufenster einer Londoner Kunsthandlung und betrachtete ein Kreuzigungsgemälde. Nach einer Weile kam ein kleiner Junge mit ausgefransten Jeans und stellte sich zu dem Mann. Der Mann zeigte auf das Bild und fragte den Jungen: Weißt du wer das ist, der da am Kreuz hängt? Oh ja, kam die schnelle Antwort, das ist unser Herr, Jesus Christus. Der Junge war sehr verwundert darüber, dass anscheinend der Mann neben ihm so unwissend war. Nach einer kleinen Pause fügte der Junge hinzu: Das daneben sind die römischen Soldaten, und mit einem Seufzer: Die Frau, die da weint, ist seine Mutter! Nach einem weiteren Augenblick sagte er: Sie haben ihn getötet. Gemeinsam standen die Beiden eine Weile vor dem Gemälde, bis der Mann dem Jungen über die struppigen Haare strich und davonging. Als er schon einen halben Häuserblock weit weg war, hörte er hinter sich die klare Stimme des Jungen: Hallo Sir! Hallo, warten Sie! Der Mann blieb stehen und drehte sich um. Als der Junge ihn erreicht hatte, keuchte er ganz außer Atem: Ich wollte Ihnen noch sagen, Er ist auferstanden und er kommt wieder! DAS ist die Botschaft von Ostern. Jesus Christus ist zwar am Kreuz gestorben, aber er ist auferstanden und er kommt wieder. Durch seinen stellvertretenden Tod haben wir Erlösung von unserer Sünde und werden ebenfalls auferstehen zum ewigen Leben.
Mit dem gemeinsamen Lied 99: „Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu Dir bekennen. Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen, Lachen oder Weinen wird gesegnet sein", wurde der Gottesdienst beendet. Zum Abschluss bekamen die Kinder noch ein Erinnerungsgeschenk. Nicht nur den Gästen, sondern auch allen Gemeindegliedern wird dieser Gottesdienst in Erinnerung bleiben.

 

Kindersingwoche 2008

provided by the Seventh-day Adventist Church and netAdventist © copyright 1999-2017 / All Rights Reserved / Nutzungsbedingungen / Datenschutzregelung